
CLOWN*LAB
24. August 2026
Triolino – Flöten-Flausen (ab 3)
24. August 2026von Klangspuren Schwaz | Konzertreihe

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Ein atmendes Triptychon: In drei Blöcken verbindet das Programm mikrotonale Klaviermusik, persische Gesangstradition und Beatboxing mit zeitgenössischer Kammermusik. Die beiden Zäsuren in intimer Atmosphäre geben dem Gehörten Raum.
Dieses Triptychon atmet: In drei Blöcken verbindet das Programm mikrotonale Klaviermusik, persische Gesangstradition und Beatboxing mit zeitgenössischer Kammermusik. Die beiden Zäsuren in intimer Atmosphäre geben dem Gehörten Raum.
Den Auftakt bildet ein Vierteltonklavier: Vier Pianist:innen bespielen die speziell konstruierte Klaviatur in einer virtuosen achthändigen Choreografie. In Georg Friedrich Haas‘ Les Espaces schichten sich schwebende Mikrotöne zu dichten Flächen. Diese tauchen unter die Wahrnehmungsschwelle und füllen dennoch den ganzen Raum.
Der zweite Teil präsentiert mit der US-Komponistin Mildred Couper eine oft übersehene Pionierin der Vierteltonmusik. Danach gehört die Bühne der Stimme. Die Sängerin Sepideh Raissadat improvisiert in klassisch-persischer Tradition und begleitet sich auf der Setar. In Mazyar Kashians neuem Auftragswerk für Raissadat und Vierteltonklavier treffen zwei musikalische Systeme aufeinander: das Radif der persischen Musik und die Mikrotonalität der westlichen Avantgarde. Diese Begegnung wird zur Metapher diasporischer Erfahrung, in der unterschiedliche kulturelle Sprachen gleichzeitig mit- und ohne einander existieren wollen.
Im Zentrum des dritten Teils steht die mehrfache Beatbox-Weltmeisterin Adriana Nikolova (Pe4enkata). Ihre Praxis erweitert Beatboxing um komplexe, aus der bulgarischen Volksmusik stammende Taktarten und verschiebt damit die Grenzen einer sonst stark vom 4/4-Takt geprägten Ästhetik. Oscar Bianchis Auftragswerk für Beatboxing, Streichtrio und Schlagzeug stellt der präzisen Partitur das intuitive Körperwissen einer Performerin gegenüber, die ihr Instrument aus Zunge, Lippen und Gaumen baut.
Ablauf:
18:15 Uhr – Einführung:
Marco Blaauw im Gespräch mit Benjamin Kobler und Adriana Nikolova (Pe4enkata)
19 Uhr – KÖRPER
Georg Friedrich Haas: Les Espaces für Vierteltonklavier (2019), ÖEA, 40’
20 Uhr – STIMME
Sepideh Raissadat: Improvisation
Mildred Couper: Dirge für zwei Klaviere vierteltönig (1937)
Mazyar Kashian: Das Gackern des stolz einherschreitenden Rebhuhns für Gesang, Vierteltonklavier und Schlagzeug (2025), UA Auftragswerk von Klangspuren Schwaz
21 Uhr – PULS
Hannah Kendall: Tuxedo Hot Summer No Water für Violoncello (2020), 6’
Hannah Kendall: Weroon Weroon für präparierte Violine (2022), 5’
Benjamin Patterson: Paper Piece für 3 Spieler (1960), 8’
Oscar Bianchi: Blast für Streichtrio, Percussion & Beatboxerin (2026), UA Auftragswerk von Klangspuren Schwaz
Pressestimmen
Vierteltonklavier (KÖRPER): Benjamin Kobler
Vierteltonklavier (KÖRPER): Laura Álvarez, Yeji Jung
Vierteltonklavier (KÖRPER): Thibaut Surugue
Gesang und Setar: Sepideh Raissadat
Vierteltonklavier (STIMME): Benjamin Kobler
Schlagzeug: Dirk Rothbrust
Violine: Hannah Weirich
Viola: Axel Porath
Violoncello: Dirk Wietheger
Schlagzeug: Dirk Rothbrust
Beatboxing: Adriana Nikolova (Pe4enkata)
Klangspuren Schwaz ist das Tiroler Festival für neue Musik. Seit 1993 bietet das Festival zeitgenössischer Musik im Westen Österreichs eine professionelle und stetig wachsende Plattform.