VORBRENNER: Labor – Verwandeln und Verkleiden

Institut für künstlerische Forschung zur Körperpoesie der Kindheit

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Wildes Forschen / Abendspaziergänge

Verkleiden ist eine ziemlich clevere Antwort auf eine ziemlich fiese Kränkung. Wir werden als Menschen mit einem schier unendlichen Vorrat an Möglichkeiten geboren, könnten nahezu alles sein und werden – und sind dann aber dazu angehalten, mehr oder weniger genau eine Identität zu leben. Die Verkleidung ist die Verwandlungshilfe, die es uns erlaubt, diese eine Identität zu erweitern, für kurze Zeit zum Anderen zu werden.

Mit Verkleidungen werden Gefühle, Ängste und Wünsche verwandelt, die sonst ein Schattendasein führen. Die treibende Kraft dahinter ist Neugier. Die Kunst besteht darin, unperfekte Verkleidungen nach der eigenen Fantasie und jenseits der Theaterbühne zu definieren.

Das Institut für künstlerische Forschung zur Körperpoesie der Kindheit wurde 2018 von Jack Hauser, Sabina Holzer und Marie Blum gegründet. Das Institut ist frei nach Claude Lévi-Strauss dem wilden Forschen gewidmet. Es versteht den Prozess nicht als den kürzest möglichen Weg zum Werk, sondern als das eigentliche Ereignis. Forschen bedeutet Nichtwissen, bedeutet Nochnichtwissen und Erkennenwollen im Spiel.

 

Freier Eintritt

Veranstaltung im BRUX:
Sonntag, 27. September 2020, 19 bis 21 Uhr (Filmscreening): Tag der Ausstellung

 

Jack Hauser ist 1958 in Horn / NÖ geboren. Er studierte, nach seiner Arbeit als Chemiker, von 1983 – 86 elektroakustische Musik in Wien. Erzklapperatist & Ex.Filmemacher mit Super-8-Filmsammlung Banditengesänge (1986 – 2009) Seit 1989 schreibt Jack Hauser gemeinsam mit David Ender experimentelle Abenteuerromane als Liebesromane für Alle und Keinen. 1994 die Gründung der Performancebande Lux Flux mit Inge Kaindlstorfer & David Ender. 2003 beginnt die Zusammenarbeit mit Milli Bitterli. 2014 / 15 entwickelt er gemeinsam mit Lisa Hinterreithner die Performancereihe The Call of Things. Seit 2005 zahlreiche gemeinsame Werke mit Sabina Holzer.(www.cattravelstalone.at) Weiters betreut und gestaltet er mit der Unterstützung von Freundinnen, Gästen & Kolleginnen seit 1999 das fantômastische Vehikel „Wohnung Miryam van Doren“ mit folgenden Fortsetzungen: Eine als Arbeit getarnte Suche (2004), Secret Service (2005 -), Carte de tendre (2004 – 2013), Possession & Poetry (2006 / 07), M1+1 (2008 -), Zeitbrunnen / d(13) (2012), OPEN (2014), Go Mata Go (2015), Stoffwechsel Im_flieger (2016 – ) The Glorious Weirdness of Art & Cosmic:LIVE (2016), Injection (2016), Prototypical Flux Safe House Matt Kindt Vienna (2017), Poesie: Zusammen Raufen (2017 -), Chromatografie im Machfeld (2018 -2049). Seit 2018 ist Hauser E.F.S. am Institut für künstlerische Forschung zur körperlichen Poesie der Kindheit.

Sabina Holzer ist Performerin, Autorin und M.C.A.T (mysterious chief agent of transformation) am Institut für künstlerische Forschung zur körperlichen Poesie der Kindheit. Sie beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel und den Verwerfungslinien von Text und Körper. Ihre künstlerische Praxis ist unter anderem geprägt von ihrer Mitwirkung als Performerin in Projekten von Bildwerfern / Mixed Abilities, Vera Mantero, Philipp Gehmacher, Milli Bitterli, Lux Flux, Jeroen Peeters, sowie zahlreichen künstlerischen Researchlabs an der Schnittstelle von künstlerischer Praxis und Theorie im z.B.: im Tanzquartier Wien, Various Artist Berlin, Im_ flieger. Seit 2007 publiziert sie Texte zu Performance und zeitgenössischem Tanz in unterschiedlichen Medien. Sie unterrichtet bei ImPulsTanz, Tanzquartier Wien,apaas, u.a. und ist seit 2016 Trainerin von SIB®(systemischer und integrativer Bewegungslehre). In enger Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler Jack Hauser entwickelt sie Performances und Interventionen in öffentlichen Räumen, Galerien, Museen und Theatern wie Tanzquartier Wien; Wohnung Myriam van Doren, Lentos Museum of Modern Art, Linz; MACHFELD Studio, WUK; Essl Museum; Hidden Museum; Documenta 13 and Die Angewandte / University of visual Arts Vienna.

Marie Blum (*1986) ist Performance- und Sprachkünstlerin. Ihre Arbeit widmet sich den Möglichkeiten des poetischen Handelns im öffentlichen und privaten Raum. Im Grenzgebiet zwischen Bildender Kunst und Literatur geht Marie Blum dabei ebenso zärtlich wie bestimmt ans Werk. Im Spiel mit der Vergeblichkeit der Wiederholung setzt sie in der Nacherzählung ihrer Performances in Galerien und Büchern gezielt Lücken und Geheimnisse ein; das, was ihre Performances verbergen, ist ebenso wichtig, wie das, was sie preisgeben. 2015 schläft und träumt Marie Blum auf Anna Freuds psychoanalytischer Couch im Sigmund Freud Museum London. 2005 – 2011: Studium an den Kunstuniversitäten Linz und Bristol, Abschluss mit Diplomen in Performance und Kulturwissenschaften. Seither internationale Ausstellungstätigkeit und zahlreiche Preise, zuletzt: Förderpreis für zeitgenössische Kunst Land Tirol. Seit 2015 lehrt Marie Blum an der Kunstuniversität Linz, Schwerpunkt art writing. Seit 2018 ist die Künstlerin Generalkonfabulatorin am Institut für künstlerische Forschung zur körperlichen Poesie der Kindheit mit Sitz in Wien. Marie Blum lebt, atmet und arbeitet in London, Kolkata, Wien, Innsbruck, im Gehen.

Informationen zum VOBRENNER unter www.vorbrenner.org




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Termine

Sonntag 27.09.2020 19:00