VORBRENNER: COLD BURN

ein VORBRENNER-Projekt von Martina De Dominicis, Magdalena Forster und Manuel Riegler

Die Arbeit ist Teil des Cold-Burn-Projekts, das zur Wahrnehmung des Dazwischen forscht. In „Latent” wird der Begriff des Dazwischen auf die Nostalgie bezogen; die Wahrnehmung der Nostalgie im Mittelalter und in der Gegenwart wird in ihren Analogien und Unterschieden in den Blick genommen. Das Stück beschäftigt sich mit der Mehrdeutigkeit von Nostalgie. Es erforscht das delikate Zusammenspiel zwischen visuellen und taktilen Sinnen und wirft gleichzeitig Fragen über die Zukunft der haptischen/taktilen/emphatischen Fähigkeiten im menschlichen Leben auf.

Ausgehend von der Idee, dass die Gegenwart in einer undurchsichtigen Mischung aus der Sehnsucht nach einer einfacheren Vergangenheit und dem Gefühl einer verlorenen Zukunft in einer digitalisierten und zunehmend berührungs- und körperlosen Welt gefangen ist, präsentiert „Latent” ein viszerales Ritual, das ein tiefes Verlangen nach Berührung weckt und uns dazu einlädt, körperliche Nähe zu genießen, als wäre sie ein Recht, das wir bald verlieren werden – ein Werkzeug, mit dem wir instinktiv unsere Hände in dunklen Räumen über eine Wand gleiten lassen.

 

Performance


Sa 22.06.24 | 18:00 Uhr

Keine Anmeldung notwendig!
Eintritt frei!

www.vorbrenner.org

 

Martina De Dominicis
Martina De Dominicis ist eine in Wien lebende Tanzkünstlerin und Choreografin.
Nach einer Karriere bei mehreren institutionellen Tanzkompanien in ganz Europa beginnt sie 2016 mit Rafaele Giovanola für die Cocoondance Company (DE/CH) zusammenzuarbeiten und gemeinsam Tanzstücke zu kreieren, die durch Europa, Afrika, Asien und Südamerika touren. In Wien arbeitete sie mit Veza Maria Fernandez, Georg Blaschke, Daphna Horenzcik und Alexander Gottfarb zusammen. Sie hat gerade ihren Master in Bewegungsforschung an der Anton-Bruckner-Universität Linz abgeschlossen. Ihre aktuelle Forschung und ihr Interesse erforschen Zwischenzustände der Präsenz, indem sie auf Berührung und Sehvermögen basierende Praktiken erforscht. 2019 initiierte sie gemeinsam mit Alberto Cissello das Künstlerduo-Kollektiv Debocs. Mit dem Stück „yet to be born“ (2019) wurden sie eingeladen, in Deutschland, Österreich, Italien und Kroatien aufzutreten und eine Version für Studierende der ZZT (Hochschule für zeitgenössischen Tanz) in Köln zu choreografieren.
Martina ist außerdem Mitbegründerin von BACKPULVER_Think and Practice Tank für zeitgenössischen Tanz.

Magdalena Forster
Magdalena Forster (AT) studierte Gesundheitspflege und zeitgenössische Tanzpädagogik. Beide Erfahrungen fließen in ihre Praxis als Performerin, Choreografin und Pädagogin ein. Ihre künstlerische Arbeit wurde durch das BMKÖES Startstipendium für Darstellende Kunst 2020, Projektstipendien der Stadt Innsbruck, des Landes Tirol sowie mehrerer Residenzen gefördert und im Kunstraum Niederösterreich, TQW Studios und BRUX Freies Theater Innsbruck gezeigt.
Neben ihrer eigenen Arbeit tritt sie auch für andere Künstler auf, u.a. Katharina Senzenberger (DE) Zuza Golińska (PL) Karolin Verlinden (BE) Esther Balfe (UK/AT)

Manuel Riegler
Manuel Riegler (AT) lebt und arbeitet in Wien als Komponist und Schlagzeuger zeitgenössischer Musik. Seine Praxis verbindet das Organische mit dem Digitalen, manipuliert die Texturen von Feldaufnahmen mit Synthese, um mystische Klangallianzen zu schaffen. Neben seinem solistischen Schaffen ist Rieglers Werk auch in den Bereichen Performance, Tanz, Theater, Film und Game Art präsent: Lau Lukkarila (Kneading to the 3rd Millennia 2021, Nyxxx 2020), Impulstanz Festival), Marta Navaridas & Alex Deutinger (Stomach 2021, Hausgeist 2020, Onírica 2019), Rebecca Merlic (Glitchbodies 2021, The City as a House 2020), Dagmar Dachauer & Kilian Immervoll (Feline Projekt 2019), Eli Keszler (Chasing Homer – Wiener Festwochen 2019), Eva-Maria Schaller (What We Hold Inside 2019, Voices 2018), Kurzfilme von Marlies Poeschl (gezeigt bei der Diagonale Graz, Cinema Verité Festival Teheran, Antimatterie Victoria BC Kanada).
www.manuelriegler.com

Termine

Samstag 22.06.2024 18:00
Keine Anmeldung notwendig!
Eintritt frei!